Gosche

Gosche
*1. A hot anne schlipfrige Gusche. (Schles.) – Robinson, 172; Gomolcke, 1137.
*2. Ear hôt sei Gosch in ällem drin.Nefflen, 457.
Er spricht überall mit darein; er mischt sich unbefugt in jedes Gespräch, tadelt ohne Beruf u.s.w.
*3. Er hat a Gosche wie a Schwert. (Steiermark.)
*4. Ich will em de Gusche su verbrämen, das em der Baart aussehn sol, wie 's Fahl (Fell) vo em verbrihten Hunde. (Schles.) – Palm, 53, 31.
*5. Man sollt' ihm die Gosche mit Dreck verschmieren. (Nürtingen.)
Dem Zotenmaul.
*6. Sie warme amohl de Gusche kloppen.Robinson, 749.
[Zusätze und Ergänzungen]
*7. Eine Gosche geben. (Niederlausitz.)
Für Kuss.
*8. Eine luse Gusche honn (oder: luseguschich sein).
*9. Einem die Gosche stopfen. (Niederlausitz.)
Für Maul stopfen.
*10. Einen auf die Gosche klopfen. (Niederlausitz.)
*11. Er hat so eine weite Goschen, als wenn zwen Haber drein gedroschen.Hans Sachs, III, CCXLIII, 1.

Deutsches Sprichwörter-Lexikon . 2015.

Synonyme:

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  • Gosche — Gosche,die:1.⇨Mund(1)–2.⇨Mundwerk …   Das Wörterbuch der Synonyme

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  • Gosche — Gọ|sche, Gụ|sche, die; , n (landschaftlich für Mund) …   Die deutsche Rechtschreibung

  • Gosche von Buchwaldt — (* 17. September 1624 in Jersbek (vermutlich); † 27. November 1700 in Hamburg) war Gutsherr des schleswigschen Gutes Olpenitz mit dem Meierhof Schönhagen in Schwansen, Kreis Eckernförde, und des ho …   Deutsch Wikipedia

  • Gosche, die — * Die Gósche, plur. die n, ein nur in den niedrigen Sprecharten Ober und Niederdeutschlandes übliches Wort, ein großes Maul, und im verächtlichen Verstande auch den Mund überhaupt zu bezeichnen. Anm. Im gemeinen Leben auch Gusche, im Nieders.… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

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